Der EscapeRoom für Jung und Alt

Obwohl unsere Affen so putzig aussehen und die Geschichten liebevoll geschrieben sind, sind unsere EscapeRooms eine Herausforderung Jung und Alt.

 

Jojo Jenkins

  • Der Oberchecker von Eternia
  • Hat in der Grub geschafft
  • Affe ohne Waffe

Bronco Banani

  • Der Oberchecker von Eternia
  • Hat in der Grub geschafft
  • Affe ohne Waffe

Jojo Jenkins

Es ist ein sonniger Nachmittag. In der Luft liegt der Duft von Blumen und frischem Gebäck. Jojo Jenkins springt beherzt die Stufen, die ihm so vertraut sind, zur Tür hinauf, klopft und tritt ein. Im Flur steht sie schon, seine liebe Großmutter. Als sie ihren Enkel sieht, erhellt sich ihr Gesicht. Sie eilt auf ihn zu und schließt ihn fest in seine Arme. "Jojo, mein Junge! Ist das schön, dass du mich mal wieder besuchen kommst. Wie es der Zufall will, habe ich sogar deine liebsten Muffins gebacken. Komm mit!" Mit diesen Worten führte die alte Schimpansen-Dame ihn in die Küche. Wie immer ist Jojo überrascht, wie wenig sich dieser Ort seit seiner Jugend verändert hat. Seit seine Mutter ihn als Kind verlassen hatte, lebte er bis zu seinem Studium in diesem Haus und es sieht noch genauso aus wie damals. Einzig die Zeitungsartikel am Kühlschrank,die Bilder an der Wand und das zunehmende Alter seiner Großmutter zeugen vom Fortschritt der Zeit.

Jojo setzt sich an den alten Holztisch, nimmt sich einen der verführerischen Bananen-Kokos- Muffins und lässt seinen Blick wandern. Überall sieht er Erinnerungsstücke aus seinem Leben.

Seit seine Mutter ihn verließ, als er 10 Jahre alt war, kümmert sich seine Oma um ihn. Sie unterstützte ihn immer und gab ihm nie das Gefühl allein oder wertlos zu sein. Die ganze Sammlung, die sie hier zur Schau stellt, zeigt allein schon, wie stolz sie auf ihn ist. Sie mag zwar seine einzige Verwandte sein, doch stört Jojo das nicht. Sie sind zusammen glücklich.

Oft wird er gefragt, wann er denn seine eigene Familie gründen möchte, so wie die anderen in seinem Alter. Der Gedanke daran erscheint ihm befremdlich. Er hat doch gerade erst die 30 überschritten und hat noch Zeit, die große Liebe zu finden. Natürlich freut er sich für seine Freunde und Bekannten, die heiraten und Kinder bekommen, doch für ihn ist das zu früh und es ist ihm schleierhaft, wieso man ihn krampfhaft verkuppeln möchte. Jojo möchte zunächst sein eigenes Leben aufbauen, bevor er sich um eine Familie kümmert.

Sein Blick fällt auf einen der Artikel am Kühlschrank. Er lacht laut auf: "Sag mal, das hast du wirklich aufgehoben?" Die alte Frau wendet sich zu ihm und folgt seinem Blick. Die Rede ist von einem Artikel aus Jojos Schulzeit - seine erste große Enthüllungsgeschichte. "Natürlich! Ich habe ihn erst vor kurzem auf dem Dachboden wiedergefunden, aber ich fand es schön, den Grundstein für deine Karriere mit bei deinen anderen Erfolgen zu sehen. Du warst zwar schon immer ein neugieriges Äffchen, aber seit deinem Eintritt in die Schülerzeitung bist du nicht mehr zu bremsen und ich bin stolz auf dich, dass du so viele Schandtaten aufdeckst. Mein kleiner Superheld!"
Jojo wird rot. Seine Großmutter hat zwar nicht unrecht, aber der wirklich große Erfolg bleibt bislang aus, da sein Hauptziel, Bronco Banani, sich immer wieder vor der Justiz retten kann. Nichtsdestotrotz freut es ihn, sich wieder an diese Geschichte zu erinnern.

Damals hatte er aufgedeckt, dass in seiner Schule viele Lebensmittel weggeworfen wurden, obwohl es viele bedürftige Mitschüler gab. Nach der Veröffentlichung in der Schülerzeitung gab es Beschwerden von allen Seiten und die Schulleitung war zum Handeln gezwungen. Die Preise in der Mensa wurden angepasst, sodass alle Kinder zusammen essen konnten und zusätzlich wurde dann auch noch ein Schulgarten angelegt, sodass etwaige Abfälle kompostiert werden und zum Anbau von frischem Obst und Gemüse genutzt werden können. Nicht nur war das sein erster journalistischer Erfolg, es war auch einer von vielen Schritten, um der Umwelt etwas Gutes zu tun. Und jetzt hängt sein Erstwerk zwischen seinen aktuelleren Geschichten, die sich um den großen Kriminellen Bronco Banani drehen, der sich ebenso wenig um seine Mitaffen wie um die Umwelt kümmert. Jojo Jenkins - der große Enthüllungsjournalist im Kampf gegen die Ungerechtigkeit. Es hätte damals wohl niemand geahnt, dass er diesen Weg einschlägt.

Der kleine Schimpanse seufzt und schiebt sich die Brille zurecht. Seine Großmutter schaut ihm tief in die Augen. "Du bist an einem neuen Fall dran, nicht wahr?" Er nickt schweigend und schiebt sich ein Stück von dem Muffin in den Mund, um nicht antworten zu müssen. Von einem neuen Fall kann noch kaum die Rede sein. Es ist bloß eine Spur und er weiß noch nicht, wohin diese ihn führen wird. Und die Umstände, wie er an diesen Hinweis gekommen ist, würden seine Großmutter nicht erfreuen. Sie weiß nichts von seinem Laster, dem Glücksspiel, und auch nichts von dem Hausverbot in Bronco Bananis Kasino, was nach seinem letzten großen Artikel ausgesprochen wurde, damit er nicht weiter herumschnüffeln kann.

Als er vor wenigen Tagen in einer düsteren Spelunke zum Kartenspielen saß, konnte er zufälligerweise ein Gespräch zweier Gorillas am Nachbartisch belauschen. Während seiner bisherigen Recherchen hatte er schon festgestellt, dass Bronco sich seine Gefolgsleute gerne unter den Gorillas sucht - große Muskelpakete mit wenig Grips, die seine Anweisungen selten hinterfragen. Dass sie auch ohne Vorsicht über solche Dinge in der Öffentlichkeit sprechen, scheint Bronco bisweilen zu vergessen. Jojo entschied sich, dem Dialog mehr Aufmerksamkeit zu schenken, als er es sonst beim Spielen tun würde.

Die Affen unterhielten sich über einen großen Bauauftrag auf Bananenplantagen und erwähnten mehrere Grabungen, die anfallen würden. Da sich Bronco mit seinem Bananen-Großkonzern in der Region eine Vormachtstellung gesichert hat, ist es sehr wahrscheinlich, dass es sich um ein neues Vorhaben von ihm handelt. Die kleinen Bauern können sich so etwas auch gar nicht mehr leisten. Jojo witterte hinter diesem Auftrag mehr, als es den Anschein machte. Konnte es sich wirklich um einen neuen Skandal handeln, der ihm da einfach so in den Schoß fiel?

Er stieg aus dem Kartenspiel aus. Das Glück war eh nicht auf seiner Seite. Nachdem er seinen Deckel gezahlt hatte, trat er hinaus auf die Straße. Das kühle Zwielicht empfing ihn und er beschloss, dieser Sache weiter auf den Grund zu gehen.

Und jetzt sitzt Jojo hier, in der gemütlichen Küche seiner Großmutter. Er hatte es sich angewöhnt, sie vor einer neuen großen Recherche zu besuchen und noch einmal Kraft zu sammeln. Zum Glück bohrt die Schimpansen-Dame nicht weiter nach. Das ist eine Eigenschaft, die er sehr an ihr schätzt. Die beiden unterhalten sich noch über Dies und Das, bis vor dem Fenster die Dämmerung einsetzt und es für Jojo Zeit wird, zu gehen. Die alte Frau packt ihm die übrig gebliebenen Muffins ein und schließt ihn fest in die Arme. "Pass auf dich auf, mein Schatz", sagte sie. "Und komm mich mal wieder besuchen!" Sie gibt ihm noch einen Kuss auf die Stirn, bevor Jojo sich umdreht und der untergehenden Sonne entgegengeht, gewillt Broncos neustes Vorhaben aufzudecken.

Bronco Banani

Ein kurzes Glimmen einer Zigarre, dann füllen neue Rauchschwaden den Raum und verbinden sich mit den anderen Wolken. "Packt ihn euch und bringt ihn fort. Ihr wisst wohin," brummt es aus der Dunkelheit. Zwei große Schemen packen eine wimmernde Gestalt und tragen sie aus dem Zimmer. Als die Tür ins Schloss fällt, ertönt das dröhnende Gelächter von Bronco Banani. "Sie versuchen es doch immer wieder, aber niemand kann mich, den großen Bronco Banani, aufhalten."

Bronco wendet sich um und schaut aus dem Fenster, unter ihm die Lichter der Stadt.

Nicht zum ersten Mal erhielt er Besuch von einem der lokalen Bananenbauern, der ihn darum bittet, von seinem neuen Vorhaben abzusehen. Aber was interessiert ihn schon das Leid des Einzelnen, wenn er zum Wohle aller handelt? Sehen sie denn nicht, dass sich die Bananenproduktion der Region enorm gesteigert hat, seit er mit seinem Großkonzern den Großteil der Plantagen übernommen hat? Sehen sie denn nicht, die Arbeitsplätze, die durch seinen Einfluss entstanden sind? Bronco genehmigt sich einen Schluck Whisky bevor er wieder Platz an seinem Schreibtisch nimmt. Es bleibt ihm unbegreiflich, wie er auch von so einer kleinen Bananenplantage kommen kann. Sein Vater war so stolz darauf, doch hat er nie das volle Potential gesehen. Er hat immer hart gearbeitet, um Bronco eine sichere Zukunft zu bieten. Doch schon in jungen Jahren wusste Bronco, dass er zu Höherem bestimmt ist und die Übernahme der väterlichen Bananenplantage nur ein Sprungbrett sein würde. Und weil seine Zukunft gesichert war, konnte er sich auch auf das konzentrieren, was in seinen Augen wirklich ist. Kontakte öffnen einem die Türen, nicht gute Noten. Was hilft einem alle Paukerei der Welt, wenn man am Ende doch eh auf ein Netzwerk angewiesen ist? Und mit diesem Gedanken im Hinterkopf hat er seit seiner Jugend viele Affen hinter sich geschart, anstatt einen anständigen Bildungsweg einzuschlagen.

Es klopft an der Tür. Ohne eine Antwort abzuwarten trat jemand ein. Bronco blickt auf. Vor ihm stand sein ältester Sohn Bosco. "Ach, du bist es, mein Junge. Sag, wie läuft das Geschäft?" Der junge Gorilla trat hinter seinen Vater an das Fenster. "Es läuft alles nach Plan, Vater. Die Affen strömen wieder in unser Kasino und lassen ihr Geld hier. Allein in der letzten Woche hatten wir wieder zahlreiche Anfragen nach unseren Spezialkrediten. Man merkt kaum, dass dieser kleine Schimpanse - wie hieß er noch gleich? John? Jonas? Ach, ist ja auch egal, wie er hieß. Jedenfalls lässt sich keine Verschlechterung trotz seines Artikels feststellen." Der Sohn klatscht in die Hände und dreht sich erwartungsvoll zu seinem Vater um. Doch wird er nicht wie erwartet gelobt, sondern angeknurrt. "Bosco, merke dir die Namen unserer Feinde und unterschätze den Journalisten nicht. Jojo Jenkins steckt seine Nase zu gern in unsere Angelegenheiten. Er hat es mehrfach hinbekommen, mir die Justiz auf den Hals zu hetzen. Bleib wachsam!"

Der alte Gorilla seufzt. Wie soll er sein Imperium je an seine Kinder abtreten können, wenn es doch schon an solch simplen Dingen scheitert. Er wird auch nicht jünger und möchte gern, dass alles, was er sich aufgebaut hat, in der Familie bleibt. Der eine Sohn, Bosco, soll sich um das Kasino und die dazugehörigen Geschäfte kümmern, während der andere Sohn, das Bananengeschäft übernimmt. Und die Tochter, die soll gut verheiratet werden, um die eigene Machtposition auszubauen. Bronco Banani hat große Pläne für alle seine Kinder, doch durch den Verlust der Mutter und seine weiteren Vermählungen erweist sich die Umsetzung schwieriger als erwartet. Die Kinder sind alle verweichlicht. Es fehlt die sanfte aber bestimmende Hand seiner großen Liebe. Ach, wie er sie vermisst. Keine der nachfolgenden Frauen kann mit ihr mithalten, zumal die zweite und dritte Hochzeit auch nur zweckdienlich waren. Es hat sich als hilfreich erwiesen, die Familien der Frauen auf seiner Seite zu haben. Die hierbei entstandenen Kontakte zum Bauamt und zur Polizei reichten aus, um vor Gericht sicher zu sein - die Fälschung von Dokumenten oder Hinweise zu Kronzeugen reichten aus, um seine Unschuld und Freiheit zu gewährleisten.

__________

Das entstandene Schweigen im Raum wird durch das Klingeln des Telefons unterbrochen. Bronco

deutet zur Tür, woraufhin sein Sohn das Büro verlässt. Der Gorilla hebt ab und ist nicht überrascht, die Stimme seines anderen Sohnes zu hören. "Vater, wir haben ein Problem! Unsere Wasserresourcen sind zu knapp, um unsere Pläne umzusetzen! Ich weiß nicht, was ich tun soll und unsere Verwalter verlangen eine Antwort." Bronco verdreht bei diesen Worten nur die Augen. Es liegt doch klar auf der Hand, was zu tun ist. "Beno, wenn es an Wasser mangelt, graben wir mehr Brunnen. Es spielt doch keine Rolle, ob das Wasser ungenutzt unter der Erde verbleibt oder ob wir uns frei bedienen. Stell dich nicht so an! Und zur Not können wir ja auch die passenden Bescheinigungen besorgen." Beno setzt zu Widerworten an, doch entscheidet sich dagegen. Sein Vater wirkt übellaunig und er hat früh gelernt, dass man es sich mit ihm besser nicht verscherzt. Zu oft verschwanden Affen, die sich gegen ihn auflehnten, und wer kann schon sagen, wie viel Schutz die Blutbande bieten. "Verstanden, Boss!" Mit diesen Worten legt er auf.

Bronco schüttelt den Kopf. Über die Jahre hat er gelernt, dass es schwierig ist, seine Gefolgsaffen so zu führen, dass die Arbeit von Erfolg geprägt ist. Für kleinere Aufträge waren seine Jungs gut genug, doch wie sollten sie eines Tages seine Rolle einnehmen? Noch mangelt es ihnen an Stärke und Rückgrat und an dem Blick für das große Ganze. Er wird noch viel Arbeit in sein Lebenswerk stecken müssen, bevor er sich zurückziehen und die Früchte seiner Arbeit genießen kann. Der Gorilla füllt sein Glas nach und zündet sich eine weitere Zigarre an. Erstmal heißt es jedoch abwarten, wie sich sein neuster Plan entfaltet. Hoffentlich gibt es dieses mal keine Unterbrechung durch diesen Plagegeist Jenkins. Von seinem neusten Vorhaben überzeugt lacht Bronco Banani in sich hinein.